Der Wecker klingelte früh an diesem Tag: Bereits um 6.45 Uhr trafen sich die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe, um gemeinsam zu einer besonderen Exkursion aufzubrechen.
Ziel war das Organtransplantationszentrum in Großhadern – ein Ort, an dem Medizin, Ethik und persönliche Schicksale auf eindrucksvolle Weise zusammenkommen.
Im Hörsaal 6 erwartete die Gruppe ein vielseitiges Programm. Herzchirurgen, Juristen sowie Mitarbeitende von Eurotransplant gaben spannende Einblicke in ihre Arbeit und beleuchteten die komplexen Abläufe rund um Organtransplantationen. Dabei wurde deutlich, wie eng medizinische, rechtliche und organisatorische Aspekte miteinander verzahnt sind.
Besonders bewegend waren die Erfahrungsberichte von Betroffenen. Menschen, die dank einer Nieren- oder Herztransplantation eine zweite Chance auf Leben erhalten haben, schilderten eindrücklich ihre persönlichen Geschichten.

Diese Begegnungen hinterließen bei vielen Schülerinnen und Schülern einen nachhaltigen Eindruck und regten zum Nachdenken über Themen wie Solidarität, Verantwortung und die Bedeutung von Organspende an.
Auch aktuelle politische Fragestellungen wurden aufgegriffen. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich mit der in Deutschland geltenden Widerspruchslösung auseinander und diskutierten verschiedene Perspektiven zu diesem sensiblen Thema.
Zwar verzögerte ein Stau die Rückfahrt, sodass die Gruppe später als geplant am Gymnasium Neutraubling eintraf – doch die vielen neuen Eindrücke, Erkenntnisse und Denkanstöße machten diesen kleinen Umstand mehr als wett.
Die Exkursion war für alle Beteiligten eine bereichernde Erfahrung, die sicherlich noch lange nachwirken wird.