Im Rahmen der diesjährigen Internationalen Kurzfilmwoche Regensburg besuchten das W-Seminar „Kunst und Kino“ sowie die Leistungsfächer Kunst der Jahrgangsstufen Q12 und Q13 mit den Kursleitern Herr Schreiner und Frau Lindner die Filmgalerie „Leerer Beutel“.Die Festivalleitung Amrei Keul und Gabriel Fieger stellte für diesen Termin extra ein auf das Seminarthema „Surreale Erzählungen“ zugeschnittenes vielfältiges und abwechslungsreiches Kurzfilmprogramm zusammen.
Den Auftakt bildete eine Dokumentation über David Lynch, dem das Festival in diesem Jahr eine große Retrospektive widmet.
Da der kürzlich verstorbene Kultregisseur seit den 1970er-Jahren als Meister des surrealen Kinos gilt, diente der Film als Grundlage für die anschließende Sichtung seines frühen und selten gezeigten Animationswerkes The Alphabet (1968). Darin thematisiert Lynch die beängstigende Erfahrung des Lernens, indem er Buchstaben als bedrohliche Objekte inszeniert.
Zur theoretischen Vertiefung ordnete der Experte Michael Fleig den Kurzfilm in die surrealistische Theorie ein und beantwortete im Gespräch mit den Kursen Fragen zum komplexen Schaffen des Regisseurs.
Im weiteren Verlauf wurden drei weitere Kurzfilme gezeigt, darunter die international gefeierte, für den César 2026 nominierte Animation God is shy des französischen Regisseurs Jocelyn Charles. Der Film thematisiert eine Zugreise, bei der die spielerische Auseinandersetzung mit inneren Ängsten durch eine mysteriöse Begegnung eine surreale Wendung nimmt.
Den Abschluss bildete schließlich der Kurzfilm Never wake a sleeping Dragon von Sonja Brandl (Q13), der im Rahmen des P-Seminars am Gymnasiums Neutraubling entstanden war und nun sensationell für das Regionalfenster des Festivals ausgewählt wurde.
Als Teil des anwesenden Leistungskurses Kunst konnte Sonja Brandl spontan für ein Interview mit Amrei Keul auf die Bühne gebeten werden. Dort erläuterte sie ihren Mitschülerinnen und Mitschülern die Hintergründe ihres Projekts und schilderte den Entstehungsprozess ihres Films aus erster Hand.
