Soziales Lernen

Erfahrungsorientiertes Lernen

Erfahrungsorientiertes Lernen bedeutet, dass durch praktische Übungen versucht wird, die Klassengemeinschaft und Teamfähigkeit zu stärken. Dazu gibt es verschieden Aktivitäten, bei denen jeder mithelfen und sich mit den anderen koordinieren muss, um das gemeinsame Ziel zu erreichen. Auf diese Weise lernen Schüler, dass sie einzeln keinen Erfolg haben können, sondern nur in Zusammenarbeit mit der ganzen Klasse. Außerdem machen diese Aktivitäten allen sehr großen Spaß.

Beobachtungen und Forschungen aus der Pädagogik und Lernpsychologie haben gezeigt, dass persönliche Erfahrungen besonders geeignet sind, um nachhaltig und erfolgreich zu lernen. Dies gilt besonders für den Bereich der persönlichen Entwicklung, wenn es um Kompetenzen wie Selbstvertrauen, die Fähigkeit zu reflektiertem Handeln, Entscheidungsfähigkeit, Toleranz, Achtung, Respekt, kreatives und problemlösendes Denken, Stressbewältigung und Beziehungsfähigkeit geht. Im schulischen Kontext gibt es vielerlei Möglichkeiten mit Schülern erfahrungsorientiert zu arbeiten. Wir nutzen hierzu professionelle Lernprojekte mit spielerischem Charakter sowie Lernspiele mit und ohne Material. Der Elternbeirat unterstützt den Arbeitskreis großzügig bei der Anschaffung der professionellen Arbeitsmaterialien. Einige davon werden im Folgenden vorgestellt.

 

Das Band

Ziel dieses Spiels ist es, dass sich eine ganze Klasse innerhalb eines ca. ein Meter breiten elastischen Bandes aufhält.

Nachdem jeder Platz gefunden hat, dehnt sich das Band bei großer Spannung auf einen Durchmesser von fünf Metern aus. Dann sollen die Schüler untereinander die Plätze tauschen, wobei die Spannung des Bandes durch die anderen Schüler aufrechterhalten werden muss. Bei dieser Übung merkt man schnell, dass Teamwork und Koordination sehr wichtig sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das flotte Rohr

Die Materialien für dieses Spiel sind drei kleine Bälle, eine Holzkiste und ein gekrümmtes Stück Rohr, an dem viele Seile befestigt sind. Jeder Teilnehmer nimmt ein Seil in die Hand, sodass nur die Gruppe als Ganze das Rohrstück lenken kann. Ziel des Spiels ist es nun mithilfe des Rohres die Bälle in die Holzkiste zu befördern. Die Schwierigkeit hierbei ist, dass sich die Gruppe sehr gut absprechen muss, da eine einzige falsche Bewegung dazu führen kann, dass der Ball aus dem Rohr herausfällt. Der Sinn des Spiels ist, dass die Teilnehmer lernen als Gruppe zusammenzuarbeiten, da nur durch Teamwork und nicht durch eine Einzelleistung das Ziel erreicht werden kann.

 

 

 

Der Wackeltisch

Der Wackeltisch besteht aus einer auf einer Platte befestigten Stange, auf deren oberen Ende sich eine Kugel befindet. Auf dieser liegt eine lose Platte, die man mit unterschiedlichen Gewichten ausbalancieren muss. Anschließend werden einzelnen Teilnehmern die Augen verbunden. Mit Hilfe eines Partners muss „der Blinde“ ein Gewicht von der Platte entfernen, ohne dass sie aus dem Gleichgewicht gerät. Das Ziel des Spieles ist, alle Gewichte von der Platte zu nehmen. Hierbei lernen die Teilnehmer Verantwortung füreinander zu übernehmen und sich auf einen Partner zu verlassen.

 

 

 

Das Spinnennetz

 Das Spinnennetz besteht aus elastischen Seilen, welche ca. 20 Zwischenräume bilden, und wird zwischen zwei Bäumen aufgespannt. Ziel des Spieles ist es, dass jeder Schüler einer Klasse durch ein anderes Loch auf die gegenüberliegende Seite gelangt. Die Schwierigkeit hierbei ist es, dass die Seile nicht berührt

werden dürfen und sich die Schüler somit durch die höher gelegenen Löcher gegenseitig durchheben müssen. Bei dieser Übung wird das Vertrauen auf die anderen in der Gruppe gestärkt. Außerdem erfordert eine erfolgreiche Bewältigung der Aufgabe viel Planung und Koordination im Vorfeld.

 

 

 

 

 

 

 

Frühstück der besonderen Art

Bei einem gemeinsamen Frühstück sitzen alle Schüler im Kreis um einen großen, gedeckten Tisch und werden an den Handgelenken zusammengebunden. Um essen zu können, muss man Kompromisse eingehen und sich mit den Nachbarn absprechen. Auch wenn dies nicht immer ganz einfach ist und so manches Missgeschick dabei vorprogrammiert ist, ist es eine schöne und gewinnbringende Erfahrung, da alle zu dem Frühstück beitragen, etwas mitbringen und Spaß haben. So wird die Klassengemeinschaft gefördert.

Erlebnisorientiertes Lernen außerhalb der Schule: Ein Besuch im Kletterwald

Im Rahmen der Projekttage fuhr die Klasse 10c am Montag, dem 25.07.2011, in den Kletterwald nach Sinzing. Das Ziel des Ausflugs war es, die Klassengemeinschaft zu stärken. Vor dem Klettern wurden wir erst einmal mit den Sicherheitsmaßnahmen des Kletterwaldes bekannt gemacht. Dann konnte das Klettern beginnen. Den leichtesten Parcours beendeten alle recht schnell, bei der schwersten Stufe aber kamen manche ganz schön ins Schwitzen. Das Klettern forderte Mut, Kraft und Vertrauen auf die Seile und die Mitkletterer. Der Ausflug in den Kletterwald war mit Spaß verbunden  und das Ziel, die Klassengemeinschaft zu stärken, wurde erreicht. Ein gelungener Tag.