Das Fach Chemie stellt sich vor

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Worum geht es im Chemieunterricht?

  • Im Chemieunterricht beschäftigen wir uns mit den Stoffen, ihren Eigenschaften und Veränderungen (=chemische Reaktion)
  • Im Zentrum steht das Experiment (eine Methode der naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung), das von Schülern und Lehrern durchgeführt wird.

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  • Ziel ist es, das Experiment mit Hilfe von fachspezifischem Wissen auszuwerten und zu erklären.
  • Die Anwendung von Anschauungs-und Denkmodellen unterstützt den Lernprozess.

 

 

Welche guten Gründe gibt es Chemie zu lernen?

  • Chemie als Schlüssel zum Verständnis der eigenen Lebenswelt:
    Überall in Natur, Technik und Alltag, ob auf der Erde, im Weltall oder in Lebewesen, finden chemische Reaktionen statt. Wer Chemie gelernt hat, kann diese Vorgänge leichter verstehen und sich darüber austauschen.

    Schon gewusst?
    Die Bräunung von Fleisch beim Braten entsteht durch eine chemische Reaktion. Durch die Hitzeeinwirkung entstehen aus Proteinen neue Stoffe mit neuen Eigenschaften. Sie verursachen den leckeren Röstgeschmack!


  • Chemie als Brücke zu anderen Naturwissenschaften:
    Die Chemie zählt, wie, die Biologie, die Physik und die Geologie zu den wichtigsten naturwissenschaftlichen Diziplinen.
    Ziel jeder Naturwissenschaft ist es, Zusammenhänge und Gesetze in der Natur zu erkennen. Die Schüler erlernen im Chemieunterricht den Weg der naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung.

    Schon bedacht?
    Das Verinnerlichen der für die Technik charakteristischen problemorientierten Herangehensweise kann eine große Hilfe bei einem späteren Studium, z.B. Architektur oder Elektrotechnik, sein.


  • Chemie als Schlüssel zu abstraktem Denken:
    Chemische Prozesse sind mit optischen Hilfsmitteln auf atomarer Ebene nicht erfassbar. Sie laufen auf submikroskopischer Ebene ab. Um diese Prozesse zu veranschaulichen, ist die Arbeit mit Modellen notwendig. Die Schüler lernen Modelle als Vereinfachung der Wirklichkeit kennen. Sie sind sich darüber bewusst, dass ein Modell nur innerhalb bestimmter Grenzen gültig und sinnvoll anwendbar ist. Diese Erkenntnis fördert die Fähigkeit zu abstraktem Denken.

 

 

          

Modell eines Kochsalz-Kristalls                                                                                                                         Kochsalz-Kristalle

http://www.chemie-interaktiv.net/LN1/nacl_html/nacl_kristall.html                              https://www.kids-and-science.de/experimente-fuer-kinder/detailansicht/datum/2010/01/28/kristallwachstum-mit-kochsalz-und-wasser.html

  • Chemie als Schlüssel zu nachhaltigem Handeln:
    Durch das Kennenlernen und Verstehen von naturwissenschaftlichen Zusammenhängen erweitert sich nicht nur das Wissen über chemische Prozesse. Solide chemische Kenntnisse sind unabdingbar für die vorausschauende Beurteilung von Technikfolgen und für nachhaltiges Wirtschaften vor dem Hintergrund knapper werdender Ressourcen.

    Schon gewusst?
    Ein ca. 80 Gramm schweres Smartphone führt für Herstellung, Nutzung und Entsorgung zu einem Rohstoffverbrauch von 75,3 Kilogramm (Quelle: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH). Darunter nicht unerhebliche Mengen an seltenen oder edlen Metallen.


  • Chemie als Schlüssel zu vernetztem Denken
    Unser Weltbild basiert maßgeblich auf grundlegenden Erkenntnissen aus den Bereichen der Chemie, Physik und Biologie.
    Im Chemieunterricht erkennen die Schüler die Zusammenhänge zwischen den Wissenschaftsbereichen. Vernetztes Denken wird auf diese Weise gefördert und führt zum Aufbau eines rationalen, naturwissenschaftlich begründeten Weltbildes.

    Schon bedacht?
    Vernetztes Denken erleichtert das Lösen von kleineren und auch größeren Problemen immens.


  • Chemie als Vermittler von „Basiskompetenzen“:
    Chemie ist wenn es „stinkt“ und „kracht“. Ja, Experimentieren macht den Schülern Spaß aber es fordert und fördert zugleich! Das selbstständige Experimentieren in Kleingruppen erzieht in besonderem Maße zu Sorgfalt, Konzentration und strukturiertem Arbeiten.


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    Es fördert kreatives Denken genauso wie manuelle Geschicklichkeit und Teamfähigkeit. Gleichzeitig wird von den Schülern sicherheitsgerechtes und umweltbewusstes Verhalten erwartet. Dies fördert das Verantwortungsbewusstsein der Schüler.

    Diese Basiskompetenzen sind in der modernen Arbeitswelt unerlässlich.

    Schon selbst erlebt?
    Bei Bewerbungen gilt die Eigenschaft der Teamfähigkeit oft als  „besonderer Pluspunkt“, weil Menschen in Führungspositionen die damit einhergehenden Qualitäten der Bewerber zu schätzen wissen.

 

Für welche Schüler ist Chemie also die richtige Wahl?

  • Für alle, die mit Neugier und Tatendrang durchs Leben gehen.
  • Für alle, die die „Sendung mit der Maus“ mit Begeisterung verfolgt haben.
  •  Für alle Mädchen genauso wie Jungen, wie die Erfahrungen zeigen.
  • Für alle, die bereit sind, sich anzustrengen.
  • Für alle, die sich gerne mit naturwissenschaftlichen Phänomenen beschäftigen.
  • „Gerade für die, die die Naturwissenschaften nicht zum Gegenstand ihrer weiteren wissenschaftlichen und beruflichen Ausbildung machen…

… den künftigen Religionslehrern, Verwaltungsrichtern, Journalisten, Geschichtslehrern, Kaufleuten und Politikern…“ (Prof. Hubert Markl, ehemaliger Präsident der Max-Plank-Gesellschaft)

 OStRn Angela Betz
Fachbetreuerin Chemie